Wenn es um MANOWAR geht, bin ich verhältnismäßig unkritisch und sehe Dinge oft vielleicht etwas geschönter, als bei anderen Bands. TRIUMPHER sind der perfekte Augenöffner, wie geil EPIC POWER METAL im Jahr 2026 klingen muss. Safe kommt man bei der Stilrichtung nicht am Branchenführer vorbei und der ist MANOWAR. Punkt. Allerdings habe ich seit "Triumph of steel" keinen Song mehr wie "Destroyer" gehört. Das ist die erdige, epische und vertrackte Seite von MANOWAR, die die Götter auf "Triumph of Steel" zu einem eigenen Kino gezimmert hatten. Weg vom super Bombast der "Kings of Metal"- Ära, hin zum organisch- vertrackten Heavy Metal, der dem Begriff EPIC eine neue Klarheit und Bedeutung verliehen hat. Dass alle Welt beim Thema MANOWAR immer von den ersten vier Alben redet, ist eine Seuche der Gralshüter. Der TRIUMPH MANOWARs ist die Inspiration TRIUMPHERs. Ich haile Leadsinger Mars Triumph mit dem Hammer, der gute Mann kommt ERIC ADAMS oft schon verdammt nah, bekommt sogar die markerschütternden Screams hin. Es ist für die Griechen sicher nicht nur geil, auf Album drei in jedem Review mit ihren offensichtlichen Idolen verglichen zu werden, gehört aber nun mal zu den Hard Facts: hier musizieren Die hard- METAL WARRIORS. Und dennoch sind TRIUMPHER viel mehr als eine "Coverband" ihrer Helden. Zum einen finden sich auf dem Album auch Parts und Inspirationen aus BATHORYS Epic Phase, die ja laut QUORTHON komplett MANOWAR- uninspiriert war....
Dazu kommen immer wieder Vorstöße in dunklere Gefilde des METAL, wenn z.B. auch mit Black Metal- Screams experimentiert wird. So bekommt das Album einen zeitgemäßen Anstrich und stellt für mich ein Genre-Highlight dar, das ähnlich wie die ATLANTEAN KODEX- Alben das Erbe des EPIC METAL in die Jetzt- Zeit bringen. Da "Louder than hell" einem gänzlich anderen Ansatz folgt und außerhalb des EPIC METAL- Ansatzes betrachtet werden sollte, ist "Piercing the heart of the world" sicher das interessanteste Album für MANOWAR- Hardliner seit 1992.