365 DAYS IN METAL Album #6 HYPOCRISY- The final Chapter

Veröffentlicht am 30. Mai 2026 um 16:27

Die Mitte bis Endneunziger sind es, die schwarze Löcher und die dunkle Karma- Sternschnuppen der Persönlichkeit formidabel bedient hat. Ich, und darauf gehen wir in diesem Blog noch explizit ein, liebe die großen, kommerziellen Dark/Black Metal- Produktionen dieser Epoche und freue mich schon auf DIMMU BORGIR, THERION, MOONSPELL, DIABOLICAL MASQUARADE und DISMAL EUPHONY innerhalb dieses Blogs. HYPOCRISY sind objektiv betrachtet die eierlegende Wollmilchsau für den Dunkelboy (natürlich auch für das Dunkelgirl): die Schweden sind atmosphärisch und treibend, können sich  in Hypno-Emo-Hymnen vergessen, um sich im nächsten Moment  ihrer wilden Death Metal-Roots zu besinnen und den kompletten Wald niederzumähen. Sie laufen also keinerlei Gefahr, ne seichte Gothic-Band zu sein, da sie mit allen Todesmetallischen Wassern getauft sind und damit weit weg von Angreifbarkeiten durch die Szenen-Polizei. Mehr "Metal" als PETER TÄGTREN muss man halt auch erstmal sein und dann wird es mit dem Judgen  schwierig. 

Bei HYPOCRISY lebt TÄGTREN all seine Fähigkeiten in Perfektion aus: Als Producer und Mixer hat der Pionier moderner Extreme Metal- Produktionen (u.a DIMMU BORGIR, MARDUK, POSSESSED) seinem Baby ein wuchtiges und klar klingendes Soundkonzept verpasst, als Songwritter zu unserem Glück einen sprichwörtlichen "Blumenstrauß an Melodien" gebunden und als freaky Nerd das Alien- und Verschwörungs-Konzept, für was ich ihn auch deep respecte. Damit ist der Schwede in bester Gesellschaft von so Charakterköpfen wie ROLF KASPAREK (RUNNING WILD) und DAVE MUSTAINE, die wir nicht immer für ganz voll nehmen können, die aber mit ihrer Sicht auf das Universum, die Welt und den Ablauf im Hamsterrad aber genau die Blickwinkel produzieren, die ich als Metalhead will: Abgründe, Kontroversen- dunkle Karma- Sternschnuppen. Da bekomme ich bei den Schweden die Vollbedingung. Leider hat es bei mir auf der kürzlich stattgefundenen Tour mit ABBATH nicht geklappt, persönlich im Raumschiff aufzutauchen und mich dahin zu spacen, wo die Reflexprogramme des netten Experimentes Menschheit Sendepause haben und intergalaktische Cosmic-Power in Reinheit regiert. Umso öfter läuft grad HYPO bei mir, um mich auch nochmal an den geilen Auftritt beim PARTY SAN vor drei Jahren zu erinnern.