365 DAYS IN METAL #25 SENTENCED- Amok
Ok, es ist Donnerstag-Abend und dies ist eine weitere Liebeserklärung an das "verbotene Jahrzehnt" im HEAVY METAL. Sie mussten mir schon bei der schnellen Auseinandersetzung mit einem ICH ZAHL NICHT MEHR- Sampler aufgefallen sein. Die Finnen SENTENCED, die auf besagtem Teil noch klar dem Underground DEATH METAL zuzurechnen waren, bei mir aber keinen allzu großen Eindruck hinterlassen haben. Auseinandersetzung mit METAL läuft auf genau vier Ebenen ab: erste Ebene: es schickt Dich nicht oder Du findest es sogar Bullshit. Die Abstufungen sind für Deinen METAL- Geist- Körper nicht von allzu großer Bedeutung. Ebene drei: du erkennst ein Muster: ach, das klingt bissi wie MORBID ANGEL, DESTRUCTION oder PARADISE LOST. Muster-Bands sind cool, weil sie etwas bereits erfahrenes und gelerntes in Dir reproduzieren, aber keinen weiteren Effekt erzielen. Auf Ebene zwei erkennst du intuitiv, dass das für mehrere Leute eine Rolle spielen wird. Auf Ebene 1 triffst du deinen SOUL SOUND. Klang, die Dein Heiliger Schutzengel für Dich gesucht hat und will, dass er immer Teil Deiner SOUL ist. MAGICINTHEMETAL. Beim Erlebnis auf dem ICH ZAHL NICHT MEHR- Sampler mach ich eine Erfahrung zwischen Ebene Vier und Drei. Auch der Tatsache geschuldet, dass ich mich mit Underground- DEATH METAL bislang null beschäftigt hatte. Als mir der 90er Algorhitmus, ich nenn ihn gerne HOLY GUUARDIAN ANGEL, auf dieses Album bringt, bin ich erst etwas irritiert. Für meine TRUE METAL- Seele irgendwie zu dark, zu gothic. Aber generell mit vereinzelten Parts, die als Kniefälle vor RUNNING WILD oder IRON MAIDEN verstanden werden dürfen. Auch von düsterem Metal ist die Rede. Im Wirkungskreis von SAMAEL oder ROTTING CHRIST (Label) ist das aber auch nicht passend. Und so wirklich finnisch-schnulzig-rockig, wie die kurz darauf startenden HIM ist dieses Album halt auch nicht. Dennoch scheint es als romantisches Kerzenlicht-Album zu taugen, dann dein Date allerdings weder auf den BACKSTREET BOYS noch auf CANNIBAL CORPSE hängen geblieben sein darf. Und mit Frauenstimmen und PARADISE LOST- Gitarren scheint man, so der scharfsinnige ROCK HARD/EMP - Querdenker der 90er, nur auf die große Kohle aus zu sein.