365 DAYS IN METAL Album #8 DYING FETUS-Destroy the Opposition

Veröffentlicht am 1. Juni 2026 um 16:56

In den Grind bin ich leider nie so eingetaucht, wie es in einem Teil meiner Persönlichkeit angelegt ist. Der radikale politische Ansatz im Grind ist mir genau so wenig fremd, wie der radikal spirituelle im Black Metal. Der Black Metal-Ansatz fand bei mir deutlich mehr Kultivierung. Innenschau und Reflexion statt eindeutiger politischer Aktion. Ich bin damit ok, denk aber manchmal schon: was nutzt Dir Deine scheiß Erleuchtung, wenn du in einem totalitären Transhumanismus- High Tech- State aufwachst, du Trottel? Da mein Kampf eher mächtigen inneren Dämonen und spirituellen Irrwegen in mir selber galt, ist mein GRIND-Archiv auch zahlenmäßig meinem BLACK METAL-Archiv deutlich unterlegen:  habe auch den Eindruck, dass hier ein Rundum-Sorglos GRIND-Album vorliegt, da es wirklich alles an Kunsthandwerk zur Schau stellt, was ich von geilem EXTREM-METAL erwarte. Von dem her greift die Reduktion auf GRIND hier auch nur bedingt. Die Einflüsse aus klassischem DEATH METAL und hier sogar BLACK METAL ("Born in Sodom") sind zu dominant, um das GRIND- Reinheitsgebot zur Anwendung zu bringen. Timing und Wucht sind für mich zwei zentrale Komponenten auf dieser Jahrhundert-Scheibe: tight wie der vielzitierte Arsch und immer vorwärts treibend; das was man HARDCORE nennt. Ich liebe das. Ist allerdings noch eine relativ junge Liebe, meine Annäherung an den HARDCORE. Als von Satan persönlich eingesetzter Black Metal- und True Evil Heavy Metal- Beauftragter im Gau Oberschwaben Südost, war es noch nicht unbedingt so vorstellbar, mal Soundabende mit BIOHAZARD und HATEBREED zu zelebrieren. Heute gibt mir dieser Sound oft gleich viel wie traditioneller Metal. Und diese sich gerade anbahnende Sommerliebe hat es mir auch ermöglicht, mich "Destroy the opposition" nochmal ganz neu zu nähern. Ich bin geflashed von diesem "immer auf die 12 hauenden " Aggro-Geschoss mit filigraner Schlagseite. Der richtige Sound, um die Welt in Stücke zu hauen und parallel dazu neu aufzubauen.