365 DAYS IN METAL #18 SIX FEET UNDER- Haunted

Veröffentlicht am 11. Juni 2026 um 22:57

Im Vorgänger Blog angekündigt, dass es den direkten Test gegen die satanisch-melodische Symphonie der Musik-Ästheten NECROPHOBIC null bestehen konnte. Aber besagter Moment zeigt auch, dass Musik immer verdammte Momentaufnahme ist. Gerade bin ich voller Vorfreude auf das SIX FEET UNDER- Konzert im Kaminwerk in Memmingen, was hier im Live Blog sicherlich Feature erfahren wird. Und dazu hör ich diesen unumschränkten Klassiker des Old School DEATH METAL. DEATH METAL, der gechillt, Brudi-like und immer alles andere als brutal um die Ecke kommt. Also brutal groovend und brutal bewegungsanimierend schon. Aber weit entfernt von grindig oder zerstörend. Irgendwie klingt dieses Classic Album wie die gechillte Version von OBITUARY.  

Mit Musikern von DEATH und eben OBITUARY, greift der bei CANNIBAL CORPSE in Ungnade gefallene Barnes hier den Groove und ein seinen damals noch nicht vorhandenen Rastas entsprechendes Verständnis von Raggae auf. Mit seinem Organ degradiert er sämtliche Vertreter im Business auf die Plätze und erweckt den Groove des Sounds im wahrsten Sinne des Wortes aus den Tiefen des Bauchs zum Leben. 

Ich fand ihn zu jener Zeit auch als Persönlichkeit unglaublich inspirierend und definitiv auf der richtigen Seite der Macht beheimatet: BARNES ließ kein Zweifel daran, dass er ein absoluter Heavy Metal- und Pott- Fanatic ist, der in der Gesellschaft, dem Staat und der Politik um uns herum, nur einen "Enemy inside of me" projizierte. HEAVY METAL  muss Outlaw- Bewusstsein beinhalten. Wenn er real ist. Ich persönlich mag es ja nur bedingt, wenn METALs so die HEAVYSAURIER von nebenan sind. Von RTL durchs Qualitätsmanagement gejagt, auf dem Einweggrill beim Barbecue den Nackensteak-Test bestanden und den Kartoffelsalat fürs gemeinsame Schauen des SABATON - Auftrittes bei Magenta TV ("Waaackkken!!!") zubereitet. Ich muss den METAL abseits dieser hübschen Gesellschaftsmatrix spüren. Einer Matrix, wo sich rechtsradikales Gedankengut als gesunder Menschenverstand manifestieren lässt und pseudo-linkes Woke- Gedöns sich noch ernsthaft als Schutz vor faschistoidem Reptilien- Bewusstsein positioniert. Barnes war damals so ein Typ, dem man die Positionierung abseits des Bullshit-Bingos abnahm. Und so ist dieses Album: real Deal.