365 DAYS IN METAL #32 ALICE COOPER- Raise your fist and yell

Veröffentlicht am 25. Juni 2026 um 06:58

Mit dem Opener "Freedom" liefert ALICE einen seiner größten METAL- Brecher ab und setzt dem sowieso schon 80er HEAVY ROCK- Statement "Constrictor" einen drauf. Es ist offensichtlich, dass der Horror-Altmeister 87 nicht auf den BON JOVI/AEROSMITH- Markt schielte, was mit den Nachfolgealben klar passiert ist, sondern die METAL- Kids der Mitt 80er im Blick hatte. Rebellisch und mit Drive sagt er der verlogenen US Gesellschaft den Kampf an. Schon im Opener "Freedom". Der Gitarrensound von KANE ROBERTS klingt nach richtig solidem Heavy Metal und mit MICHAEL WAGENER und KIP WINGER sind hier Charaktere involviert, die das Geschäft mit dem MTV - Mainstream-Hair-Metal kennen. Das Problem an allzu offensichtlichen "Zeitgeist-Alben" ist, dass man es ihnen anmerkt. In diesem Fall ist es aber gar kein Problem, dass der Altmeister hier nochmal zeigen will, dass er den Anforderungen der Zeit gewachsen ist. Und so bekommen wir hier ein geil gemachtes HEAVY ROCK- Album, das ich irgendwo zwischen "Creatures of the Night" von KISS und QUIET RIOT einstufen würde. Freilich lässt sich hier auch schon vermuten, dass WAGENER in Kürze mit SKID ROW die Könige des Teenie HEAVY ROCK produzieren wird. Natürlich braucht ein ALICE COOPER, der damals schon böse, alte Mann, andere Themen als Mädelsschwarm SEBASTIAN BACH: so wird hier der "Prince of Darkness" besungen. Mit "Give the Radio back" findet sich ein "We `re not gonna take it" oder eben "Youth gone wild" auf der Scheibe. Ich habe ein großes Herz für TEENIE HEAVY ROCK und würde euch empfehlen, euch regelmäßig diesen Kracher zu ziehen. Mit "Roses on white Lace" endet dieses Album mit einem echten Highlight, dass für mich nur eine Frage offen lässt: wo sind die VHS- Videotheken alle hin? Ich würde mich jetzt so gerne in der Horror-Umteilung umschauen. Verdammt.