365 DAYS IN METAL #34 SAVATAGE- Edge of Thorns

Veröffentlicht am 27. Juni 2026 um 00:56

Ein Album, das mich um sein Erscheinen herum wirklich in den Bann gezogen hat. Ich würde behaupten, dass es kein mir bekanntes Album gibt, das eine ähnliche Stimmung verbreitet. Von SAVATAGE ist man mit "Streets" schon den High End-Musical-Ansatz mit all der Theatralik und Broadway- Kompatibilität gewohnt, dass es hier eigentlich nur um das Fortführen dieser Schiene gehen konnte. Tat es aber nicht. SAVATAGE erkundeten neue Landschaften, was auch am neuen charismatischen Sänger Zachary Stevens lag, der im MTV - Zeitalter sicherlich eine deutliche optische Verbesserung zu "Mountain King" JON OLIVA darstellte. Musikalisch entführte einen das romantisch-verträumte und dennoch irgendwie bedrückende "Edge of Thorns" sofort in eine magische Matrix, die sich aus klassischen TAGE-Elementen, progressivem Gerocke und kernigen POWER METAL Gewitter führte und der Welt darum die Lichter ausschießt. Weil dieses Album einzigartig ist.  Lyrisch sind OLIVAs und O NEILs Ideen inspirierend, wenn sie kryptisch- philosophierend und poetisch beschreibend, die schöne "Tänzerin verloren auf ihrer Bühne" beschreiben (im Titelsong) oder gesellschaftskritisch-konkret gegen den Mindset aus dem TV ansingen (Don `t no super heroes, don `t need no movie stars, don `t no politicians in big black shinny cars") und damit "Follow me" zu einer deep einprägsamen Nummer machen.