365 DAYS IN METAL

Veröffentlicht am 30. Mai 2026 um 15:34

365 DAYS IN METAL Album #1

Von heute an gerechnet werde ich in exakt 365 Tagen 50 Jahre alt. Für mein neues Lebensjahr habe ich einen Vorsatz: 

Jeder Tag des nun folgenden Jahres stelle ich hier eine Metal-Scheibe vor, die für mich an Bedeutung gewinnt, Kultstatus hat oder einen Insidertipp zu euch tragen soll. 

Selbstverständlich alles KI-frei, faktenneutral und belebend subjektiv. 

Folgt mir bei dieser Challenge der nerdigsten Art!

 

Album #1 SAXON- Strong arm of the law

 

Wer mich kennt und von dieser wieder völlig durchgeschossenen Idee erfährt, tippt bei Album Nummer 1 auf konservativ. Ich bin normal in Metal-Dingen relativ berechenbar. PAINKILLER, RIDE THE LIGHTNING, DON `T BREAK THE OATH wären sicherlich nicht am aussichtslosesten beim Buchmacher.  Sind sie mal so grob meine heilige Triade im classical Metal und werden hier safe nicht unerwähnt bleiben. 

Auf SAXON hätte ich heute Vormittag selbst noch nicht gesetzt. Um es klar zu machen: es geht hier ja auch um kein Ranking, keine Vorhersehbarkeit. Impuls und Laune werden regeln. 

Mein SAXON- Bezug kurz umrissen: mein Bruder Sandro (knapp 3 Jahre jünger) hat besagte "Strong Arm of the Law" um 91, 92 mal von einem Flohmarkt mitgebracht. Ich fand das Artwork, den Namen und das ganze Image bissi Rocker- und AC/DC- mäßig. Von dem her wurden SAXON erstmal in der "Bauern-Schublade" geparkt. Wobei ich damals schon zugeben musste, dass der Opener "Heavy Metal Thunder" ganz großes Kino ist. In meiner exzessiven "True Metal, eigentlich will ich nur Andreas Schöwe vom Metal Hammer heiraten"- Phase so um 93 rum, feierte ich SAXON hart, als Vertreter der realen Bewegung.  Allerdings zog es mich hier stilecht auf Gigs der Combo, zB nach Neu-Ulm, wo ich eher ihre damals aktuellen Werke wie "Dogs of War" feierte.

In meiner Death- und Black-Phase war SAXON dann der Innbegriff von "Bauern-Metal". Ich war also keinen Schritt weiter, bezogen auf SAXON.  Auf dem BANG YOUR HEAD oder WACKEN belächelte man die Fransenjackenträger- und Cowboyhut- Typen. Die waren alt und konnten vielleicht mehr Jacky Cola trinken, als man selber. Aber sonst? Man wartete auf GORGOROTH oder SIX FEET UNDER. SAXON mal im Altersheim wieder. 

Da bin ich jetzt fast angekommen ;). Und neulich hatte ich irgendwoher das Bedürfnis, meine Lebenszeit mit dieser Scheibe zu synchronisieren. 

Neben einem super treibendem Riffing und wirklich hardrockigem Basic- Handwerk, ist es die außergewöhnliche Fähigkeit von Biff, aus quasi all den Rockern Top-Hits mit krassem Wiedererkennungswert zu machen. Es ist der starke Arm des Gesetzes. Das Gesetz hier soll Metal sein. Ein exekutives Album, das in meiner persönlichen Soundtrack-Geschichte bislang keine große Rolle spielen durfte. 

Völlig zu unrecht, wie ich finde.  Drum wird dem Album nun die Ehre zuteil, diese Reihe zu eröffnen und damit Maßstäbe zu setzen.